Zusammenfassung: Rote Kurve Treffen vom 16.03

Am 16. März 2016 stellte sich die Initiative „Pro Verein 1896“ im Rahmen eines Treffens der Roten Kurve noch einmal dem interessierten Publikum in persönlicher Atmosphäre im Härtekrug in Linden vor.

Pro Verein 1896
Insgesamt 40 Interessierte, darunter zehn Fanclubvertreter, fanden sich ein. Nach einer etwa halbstündigen Einführungsphase, in der die wesentlichen Ziele von „Pro Verein 1896“ ausgeführt und auch die generelle Notwendigkeit einer 96-Mitgliedschaft herausgestellt wurden, kam man zum eigentlichen Punkt der Veranstaltung. Die Initiative wird bei der Jahreshauptversammlung des Hannoverschen Sportvereins von 1896 e.V. am 26. April 2016 drei Kandidaten für die stattfindende Wahl zum fünfköpfigen Aufsichtsrat empfehlen und unterstützen.
Um es kurz zusammenzufassen und ganz deutlich vorweg zu nehmen: unser Anliegen ist weder „ein Putsch im Verein“ noch die Abwahl von Martin Kind als Präsident. Vielmehr geht es uns darum, dass der Aufsichtsrat – seinem Namen entsprechend – wieder verstärkt seine eigentliche Rolle, nämlich die Aufsichts- und Kontrollfunktion, gegenüber dem Vorstand ausübt. Uns ist auch bewusst, dass sich nicht einfach jeder nach Lust und Laune für einen Aufsichtsratsposten zur Wahl stellen sollte, dafür sind die Aufgaben und die Verpflichtungen bei 20.000 Vereinsmitgliedern zu groß. Dementsprechend sind dies auch wohlüberlegte und ernsthafte Kandidaturen, die hier angestrebt werden. Aber Themen wie 50+1, die damit zusammenhängende Verbindung zwischen e.V. und der Profimannschaft von Hannover 96, die Möglichkeiten der Mitgliedermitbestimmung oder die Rolle des Breitensports im e.V. werden in der kommenden Aufsichtsrats-Periode unweigerlich weichenstellende Entscheidungen verlangen. Hier haben wir die Befürchtung, dass der Aufsichtsrat in der aktuellen Besetzung nicht die Entscheidungen treffen würde, die sich viele Fans und aktive Vereinsmitglieder wünschen – deshalb wollen wir handeln.
Bisher wurden drei Kandidaten vorgeschlagen, nämlich ein Protagonist der Auftaktveranstaltung, der Anwalt Ralf Nestler, der  Jurist Andreas Elvers, sowie unser ehemaliger Fanbeauftragter, Sebastian Kramer. Diese Kandidaten finden unsere Unterstützung und werden euch in den kommenden Tagen noch genauer vorgestellt. Schaut deshalb weiterhin auf unsere Seite, damit ihr wisst, für wen wir um eure Stimme am 26. April 2016 werben. Wir werden dabei versuchen, die wesentlichen Punkte einer sehr umfassenden und komplexen Thematik möglichst kurz und verständlich zu formulieren, ohne dabei ins Oberflächliche abzudriften. Ebenfalls werden wir euch noch einmal unsere Ziele und die Vorteile eines Vereinsbeitritts näherbringen und euch die notwendigen Informationen und Formulare für den Vereinsbeitritt als Download zur Verfügung stellen.

Insgesamt war es eine sehr spannende und interessante Veranstaltung, gerade die etwa neunzigminütige Diskussion im Anschluss an den offiziellen Teil.
Besonders stolz sind wir darauf, dass wir den einen oder anderen Zweifler in der Runde, der bisher noch keine konkrete Vorstellung von unseren Vorhaben hatte, am Ende überzeugen konnten und dann auch einzelne Mitgliedsanträge vor Ort ausgefüllt bzw. für die Freunde in den Fanclubs mitgenommen wurden.
So muss es weiter gehen.

Written By igproverein

2 Comments on “Zusammenfassung: Rote Kurve Treffen vom 16.03

  1. Liebe Mitglieder von Pro-Verein,

    vorweg: Ich werde auf der Mitgliederversammlung Ihre Position unterstützen, weil ich glaube, dass der letzte Rest vereinsinterner demokratischer Mitbestimmung genutzt werden muß und nicht durch unnötige Differenzen verspielt werden darf. Ich wohne in Münster, kann Ihre Debatten nicht verfolgen, vielleicht haben Sie meinen Hauptpunkt schon bedacht.

    Ich finde es schon allein aus taktischen Gründen falsch, die Abwahl Kinds von vornherein auszuschließen. Der Aufbau einer Drohkulisse kann nicht schaden. Das manipulative Verhalten Kinds und Schmidts auf der Jahreshauptversammlung nach der klammheimlichen Übernahme der letzten Vereinsanteile rechtfertigt es auch, Druck als Mittel zum Zweck auszuüben. Das muß man nicht herausposaunen, aber diese Karte nicht spielen zu wollen und noch anzukündigen, halte ich für übervorsichtig.

    Sachliche Gründe, den Rücktritt zu fordern, gibt es ja nun wirklich genug. Es kommt meines Erachtens aber vor allem einer Mißachtung der JHV und ihrer Rechte gleich, wenn schon vorher – bevor Herr Kind nur ein Wort, bevor die Vereinsmitglieder ihre Meinung sagen konten – ein mögliches Ergebnis ausgeschlossen wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    Lothar Fend

    1. Hallo Lothar,
      ich denke es ist richtig, dass das Vorgehen nicht auf ein „Palastrevolte“ abzielt.
      Herr Kind steht beim Verein und den Mitgliedern im Wort. Projekte, wie z.B. Vereinsheim Stammestraße, soll er gerne verantwortlich umsetzen.
      Und zwar so, dass der Verein wirtschaftlich gesund bleibt.
      Weiterhin schuldet er dem Verein eine langjährige und auch zukünftige Förderung, wenn er die Profifußballsparte aus dem Verein vollständig in Investorenhand übernehmen will.
      Ich möchte -wie viele Andere auch- das die 50+1-Regel in Hannover gelebt wird.

      Die Einsetzung des Vorstands findet erst im Nachgang der Mitgliederversammlung statt.
      Das Gremium, welches den Vorstand einsetzt, wird sicher genau prüfen, wie der designierte Vorstand zusammengesetzt ist und welche Ziele verfolgt werden.
      Kurz gesagt: Wer bei Hannover 96 Vorstand werden will, muss mit den richtigen Konzepten aufwarten können.
      Das Martin Kind nicht mehr als Vorstand zur Verfügung stehen könnte wegen eines neu gelebten demokratisch legitimierten Kontrollorgans kann man allerdings auch nicht ausschließen.

      Die kommenden Ereignisse lassen sich sicher nicht exakt planen. Daher sollte man das Ergebnis nicht versuchen vorwegzunehmen. Der Mann ist über 70 und irgendwann geht er. Er soll uns keinen Scherbenhaufen hinterlassen. Dafür müssen wir als Mitglieder jetzt sorgen.

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